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...wie alles begann

Als im Sommer 1997 ein schwarzes, 10 Wochen altes Dobimädchen bei uns einzog, wollten wir für Haus und Garten
eigentlich nur einen Wachhund anschaffen.
Die Hündin hatte keine Papiere und wir gaben ihr den Namen Nancy. Wir wussten nichts über die Rasse und ahnten
damals
nicht, wie sehr sich unser Leben durch diese Hündin verändern würde.

Schon bald merkten wir, dass ein Dobermann nicht einfach nur ein Hund ist. Nie hätten wir geglaubt wie gelehrig,
sensibel und unglaublich anhänglich ein Dobermann ist. Sein Wesen entspricht so gar nicht dem allgemeinen Ruf
vom bösen, 
falschen Hund. Beeindruckt vom wahren Charakter des Dobermanns, in Verbindung mit seiner stolzen,
edlen und
entschlossenen Erscheinung, haben wir unser Herz an die Rasse verloren. 

2002 begannen wir nach einem Züchter zu suchen, von dem wir unseren ersten Dobermann mit Stammbaum
haben wollten.
Am 18.11.2002 zog ein 8 Wochen alter, brauner Rüde bei uns ein, Ivanhoe vom Residenzschloss. 
Dieser Rüde erwies sich als Glücksgriff und von nun an drehte sich unser ganzes Leben fast ausschließlich um den
Dobermann.
Ausstellungen im In- und Ausland, die Arbeit auf dem Hundeplatz wurde uns nahegebracht, um dem
Gebrauchshund
Dobermann gerecht zu werden. 

Schon 2005 kam die erste Hündin zu uns, mit der wir nicht nur an Ausstellung und Hundesport dachten, sondern
auch an Zucht.
Es war eine schwarze Hündin mit Namen Ophaya vom Residenzschloss. Ein wahres Donnerwetter
mit ungeahnten Triebanlagen 
und einer Eleganz, die ihres Gleichen sucht.

Im Herbst 2006 verloren wir unseren Ivanhoe im Alter von nur 4 Jahren auf Grund eines Impfschadens. 
Wir waren am Boden zerstört!

Damals begann ich mich mit den gängigen Impfpraktiken auseinander zu setzen. Ich merkte schnell, dass nicht
die Gesundheit
unserer Tiere im Vordergrund stand, sondern das einträgliche Geschäft der Tierärzte und der
Pharmaindustrie.
Schlimmer noch waren die Machenschaften der Futterindustrie und ich musste erkennen,
dass Fertigfutter für viele Krankheiten
verantwortlich ist. Ich begann ein Studium zur Tierheilpraktikerin an der
Akademie für Tiernaturheilkunde in Bad Bramstedt
und beschloss unsere Hunde artgerecht und ohne Fertigfutter
zu ernähren.
Die beste Entscheidung, die ich je getroffen habe!!! 

Nachdem wir beim Dobermann Verein Zwingerschutz beantragt hatten fiel im März 2008 unser erster Wurf.
Ophaya schenkte 
12 schwarzen Welpen das Leben und wir waren glücklich und hatten unendlich viel Freude
bei der Aufzucht dieser munteren Schar.

Es war die richtige Entscheidung mit der Zucht zu beginnen, denn das war es, was wir wollten. 

Im Frühjahr 2011 wendete sich das Blatt. Plötzlich und unerwartet fiel unsere Ophaya im Alter von gerade mal
6 Jahren bei uns
im Garten tot um. Die Dobermannleute nennen es „Sudden death“.
In diesem Augenblick brach für uns eine Welt zusammen. Klar hatten wir schon von DCM gehört, aber eben
nur gehört… 
Ophaya war zwar 2007 und 2009 Herz untersucht und trotzdem ereilte sie nur knapp zwei Jahre
später dieses schreckliche Schicksal.
In uns wuchs die Angst um ihre Welpen, die Angst vor dieser heimtückischen
Krankheit, deren Ausmaß wir damals nur erahnen
konnten. Eigentlich wollten wir zu diesem Zeitpunkt die Zucht
aufgeben, denn alles woran wir geglaubt haben, wofür wir gearbeitet
hatten war plötzlich dahin. 

Doch wir haben uns eines bessern besonnen!
Da für uns schon immer die Gesundheit der Tiere an erster Stelle stand, haben wir unsere Einstellung zur Zucht
rigoros geändert.
Wir fahren mehrmals im Jahr nach München und lassen unsere Hunde im Rahmen der DCM
Studie an der LMU untersuchen. 
Die Hündinnen lassen wir möglichst zeitnah vor der Belegung untersuchen,
um sicher zu sein, dass sie gesund sind. Das gleiche
erwarten wir vom jeweiligen Deckpartner. Wir nehmen am
DCM Gentest Projekt der Tiho Hannover teil, beschönigen oder
vertuschen nichts und sprechen die Probleme
offen an. 
Wir bemühen uns bei den Verpaarungen um eine möglichst geringe Inzucht, setzen unsere Hündinnen 
erst zur Zucht ein,
wenn sie wirklich erwachsen sind und bevorzugen möglichst ältere Rüden.

Solange es keinen Gentest gibt ist das die einzige Möglichkeit. Wir sind uns unserer Verantwortung als Züchter
bewusst und
werden alles tun was nötig ist um unsere wunderbare Rasse zu erhalten.
Einmal Dobermann, immer Dobermann!

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Stöbern auf unserer Homepage! 

 

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